Philadelphia Independent - Füllkrug trifft und trifft: Bremen schlägt Mainz

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Füllkrug trifft und trifft: Bremen schlägt Mainz
Füllkrug trifft und trifft: Bremen schlägt Mainz / Foto: Stephan Hahne - picture-alliance/SID

Füllkrug trifft und trifft: Bremen schlägt Mainz

Niclas Füllkrug trifft einfach weiter, wie er will: Der Torgarant von Werder Bremen hat die Norddeutschen an die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga herangeführt - und ein weiteres deutliches Zeichen an Bundestrainer Jürgen Klopp geschickt. Beim wilden 3:2 (2:1) der Bremer beim FSV Mainz 05 glänzte der Angreifer mit einem Doppelpack und unterstrich seinen Anspruch auf eine Rückkehr ins deutsche Nationalteam.

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Mit zwei verwandelten Foulelfmetern (7./25.) trug Füllkrug maßgeblich zum dritten Saisonsieg der Grün-Weißen bei. Seine Zahlen sind beeindruckend: Er traf im sechsten Ligaspiel nacheinander und steht inzwischen bei acht Toren. Dazu war Ludovit Reis (61.) für die Gäste erfolgreich. Mainz verpasste trotz der Tore von Anthony Caci (33.) und Jae-Sung Lee (63.) den ersten Heimsieg der Saison, zuletzt hatte der FSV im März in der Liga zu Hause gewonnen.

Klopp hatte unter der Woche mit einem Schmunzeln noch Bedenken aufgrund von Füllkrugs Alter durchblicken lassen. Der Bremer schieße zwar "ein Tor nach dem anderen - aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld."

Füllkrug, entgegnete Werder-Coach Daniel Thioune, gehöre "aktuell zu den besten deutschen Stürmern". Dies stellte der 24-malige Nationalspieler in Mainz umgehend unter Beweis: Nachdem Stefan Posch den Bremer Arthur von den Beinen geholt hatte, blieb Füllkrug vom Punkt einmal mehr eiskalt.

Anders als in den vorherigen drei Partien musste Werder diesmal keinem Rückstand hinterherlaufen. Als erste Mannschaft der Bundesliga-Geschichte hatten die Bremer zuletzt dreimal nach einem 0:2 noch gepunktet.

Nach der Werder-Führung entwickelte sich ein temporeiches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Bremen profitierte aber von einem weiteren plumpen Foul der Gastgeber: Der Mainzer Danny da Costa brachte Marco Grüll zu Fall, Füllkrug, der schon in der Vorwoche gegen den SC Paderborn (2:2) doppelt getroffen hatte, verwandelte auch den zweiten Elfmeter sicher.

Nachdem sich für den Torjäger bei einer Ecke frei im Strafraum sogar die Chance auf den dritten Treffer ergeben hatte, verkürzte Caci per Kopf. Mainz erhöhte danach den Druck: Phillipp Mwene verpasste den Ausgleich knapp (40.).

Die Bremer sahen sich nach dem Seitenwechsel zahlreichen Angriffen der Rheinhessen ausgesetzt. Thiounes Team verteidigte konzentriert und ließ wenig zu, schaffte es offensiv aber seltener, Füllkrug in Szene zu setzen. Reis hatte dafür beim 3:1 Glück, dass Mwene den Ball unhaltbar abfälschte. Lees schnelle Antwort per Kopf sorgte für Spannung in der Schlussphase.

Füllkrug wurde in der 81. Minute ausgewechselt und schimpfte dabei in Richtung der eigenen Bank. Die Gründe dafür waren zunächst unklar.

J.Baker--PI