Eltern und Kinder entdecken in mehreren Orten Nadeln in Halloween-Süßigkeiten
Nach den Halloween-Feiern haben Eltern und Kinder nach Polizeiangaben gleich in mehreren Orten Nadeln in gesammelten Süßigkeiten entdeckt worden. Unter anderem in Eichsfeld in Thüringen sowie in Nürnberg in Bayern etwa wurden Metallnadeln in Süßwaren gefunden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Im Landkreis Konstanz meldete die Polizei, dass "metallische Fremdkörper" in Halloween-Süßigkeiten entdeckt worden seien. Ähnliche Vorfälle wurden auch aus Misburg-Nord in Hannover und dem thüringischen Herbsleben gemeldet.
In Thüringen teilte die Landespolizeiinspektion Nordhausen mit, im Ort Wintzingerode im Eichsfeld seien die Metallnadeln beim Auspacken aufgefallen. Die Polizei geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Süßigkeiten absichtlich präpariert wurden, um Verletzungen herbeizuführen. Sie ermittelt wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung. An welchen Haustüren die Süßwaren verteilt wurden, sei unklar.
In Nürnberg hatte eine Mutter der Polizei gemeldet, ihre Kinder hätten in ihren gesammelten Süßigkeiten kleine Schokoriegel gefunden, die mit Nadeln versehen worden seien. Demnach hatte ein Kind auf eine Nadel gebissen, sich aber nicht verletzt. Auch hier leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ein.
Die Polizei in Konstanz meldete, dass in der Gemeinde Rielasingen-Worblingen "metallische Fremdkörper" in gesammelten Halloween-Süßigkeiten festgestellt worden seien. Sie seien in einzeln verpackten Waffelschnitten gefunden worden. Die Einzelheiten seien bisher unklar, die Ermittlungen dauerten an.
In Misburg-Nord in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover stellte eine Neunjährige laut Polizei fest, dass in einem Schokoriegel und zwei Kaubonbons jeweils eine Nähnadel steckte. Auch im thüringischen Herbsleben "wurde in einer präparierten Süßigkeit eine Nadel vorgefunden", erklärte die Polizei.
Die Polizeidienststellen riefen Eltern dazu auf, die gesammelten Süßigkeiten vor dem Verzehr sorgfältig zu kontrollieren. "Wer ebenfalls verdächtige Süßigkeiten oder darin befindliche Fremdkörper entdeckt, sollte diese einschließlich der Verpackung aufbewahren und sich an das örtlich zuständige Polizeirevier wenden", riet das Polizeipräsidium Konstanz. "Mögliche Fremdkörper sollten nach Möglichkeit nicht selbst entfernt werden, um vorhandene Spuren zu erhalten."
Ähnliche Funde hatte es bereits in den Vorjahren gegeben: Unter anderem entdeckte 2025 eine Mutter in Kiel Rasierklingen unter den Halloween-Süßigkeiten ihrer Kinder.
D.Sanchez--PI