Philadelphia Independent - Kreuzfahrt nach Kollision in Bremerhaven abgesagt - Sturmflutwarnung für Nordseeküste

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Kreuzfahrt nach Kollision in Bremerhaven abgesagt - Sturmflutwarnung für Nordseeküste
Kreuzfahrt nach Kollision in Bremerhaven abgesagt - Sturmflutwarnung für Nordseeküste / Foto: LOUISA GOULIAMAKI - AFP/Archiv

Kreuzfahrt nach Kollision in Bremerhaven abgesagt - Sturmflutwarnung für Nordseeküste

Nach der Kollision eines Kreuzfahrtschiffes beim Auslaufen in Bremerhaven während eines Sturms fällt die geplante Reise aus. Die Fahrt von "Mein Schiff 3" mit mehr als 2400 Gästen an Bord auf die Kanaren sei angesichts der Schäden abgesagt worden, teilte der Veranstalter TUI Cruises am Montag in Hamburg mit. Unterdessen gab das Bundesamt für Schifffahrt und Hydrographie (BSH) eine Sturmflutwarnung für die Nordseeküste am Montagmittag heraus.

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Das Kreuzfahrtschiff war am Sonntagnachmittag kurz nach dem Start in Richtung Kanaren von einer Sturmböe erfasst worden und danach mit zwei Containerschiffen kollidiert. Menschen wurden dabei nicht verletzt. Neben den 2428 Gästen waren auch 922 Crew-Mitglieder an Bord. Nach Polizeiangaben entstand bei dem Zusammenstoß leichter Sachschaden an einem kleineren Containerschiff und "erheblicher Schaden" an einem großen Containerschiff.

"Mein Schiff 3" liegt nach Angaben von TUI Cruises aktuell an der Pier in Bremerhaven. Es müsse ebenfalls in einer Werft repariert werden, hieß es. Die Absage der Kreuzfahrt sei bedauerlich, aber "die einzig verantwortungsvolle Entscheidung", um "unsere hohen Sicherheitsstandards zu gewährleisten".

Ebenfalls am Sonntagnachmittag wurden auf einem Frachter auf der Nordsee im deutsch-niederländischen Grenzgebiet mehrere Besatzungsmitglieder verletzt. Rund 16 Seemeilen westlich von Borkum hatte der Schwerguttransporter unter portugiesischer Flagge einen Notruf abgesetzt, weil der Anker nicht hielt und das Schiff abdriftete, wie die Seenotretter DGzRS in Bremen mitteilten.

Rettungskräfte wurden per Hubschrauber an Bord gebracht und kümmerten sich um die drei Verletzten. Zwei von ihnen wurden mit dem Helikopter mitgenommen und in eine Klinik geflogen. Neben niederländischen waren auch deutsche Seenotretter im Einsatz.

Am Montagmorgen warnte das BSH vor einer möglichen Sturmflut an der Nordseeküste. Das Mittag-Hochwasser beziehungsweise das Nachmittag-Hochwasser an der ostfriesischen Küste könne etwa 1,5 Meter höher und an der nordfriesischen Küste und im Elbegebiet 1,5 bis zwei Meter höher sein als das mittlere Hochwasser, hieß es am Montagmorgen. Die Sturmflutgefahr bestehe bis zum Montagnachmittag.

Während an den Küsten demnach am Montag noch Regen und teils starker bis stürmischer Wind herrschte, beruhigte sich im Rest des Landes das Wetter laut Deutschem Wetterdienst (DWD). Nach dem Abzug von "Manja" stellte sich vorübergehend Zwischenhocheinfluss mit Höchstwerten von zehn bis 16 Grad ein, wie es hieß.

Bereits in der Nacht zum Mittwoch soll laut DWD aber von Nordwesten die Kaltfront des nächsten Sturmtiefs mit dem Namen "Naomi" aufziehen und neben dichteren Wolken auch Regen und etwas kühlere Meeresluft mit sich bringen. Im Vergleich zu den Sturmtiefs vom Wochenende gleiche "Naomi" aber eher einem "zahnlosen Tiger", hieß es vom Wetterdienst.

Am Wochenende waren binnen 24 Stunden die beiden Sturmtiefs "Luise" und "Manja" über Deutschland hinweggezogen. In Freiburg und Umgebung hatten etwa 10.000 Haushalte stundenlang keinen Strom, weil Bäume in Leitungen gestürzt waren und ein Wellblechdach in ein Umspannwerk gewehtes wurde. An den Küsten gab es mehrere Überschwemmungen, etwa in Hamburg. Auch am Montag gab es noch Einschränkungen, etwa im Fährverkehr zu einigen Nordseeinseln.

H.Harris--PI