Giffey: Berliner SPD steht trotz Ermittlungen hinter Spitzenkandidat Krach
Die Berliner SPD steht nach den Worten der früheren Landesvorsitzenden und jetzigen Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey trotz des Ermittlungsverfahrens zu ihrem Spitzenkandidaten Steffen Krach. Giffey sagte am Donnerstag im Rundfunk Berlin-Brandenburg, Krach habe parteiintern transparent über die Vorwürfe gegen ihn berichtet. Es gebe keinen Grund, an seinen Worten zu zweifeln. "Es gilt die Unschuldsvermutung - Steffen Krach hat gestern alles dargelegt."
Zugleich räumte Giffey ein, dass es für ihre Partei schwierig sei, dass die Staatsanwaltschaft Hannover so kurz vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl gegen Krach ermittelt. "Natürlich wird sich das alles in zehn Tagen nicht komplett entkräften lassen offiziell - die Ermittlungen werden sicher länger dauern." In Berlin wird am Sonntag kommender Woche das Abgeordnetenhaus neu gewählt.
Zum Gegenstand der Ermittlungen äußerte sich die Staatsanwaltschaft bislang nicht. Krach vermutet, dass es um den Vorwurf der Bestechlichkeit im Zusammenhang mit seinem früheren Amt als Regionspräsident in Hannover geht. Er weist zurück, Bestechungsgelder angenommen zu haben.
Krach war viele Jahre Staatssekretär in Berlin, bevor er 2021 Präsident der Region Hannover wurde - ein Zusammenschluss der Landeshauptstadt mit 20 Umlandkommunen. Seit dem 23. März ist Krach dem Verband zufolge als Präsident beurlaubt. Er befindet sich im Wahlkampf für die Abgeordnetenhauswahl.
J.Hall--PI