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Neuer Münchner Oberbürgermeister stellt Rückkehr von Eisbachwelle bis Sommer in Aussicht
Neuer Münchner Oberbürgermeister stellt Rückkehr von Eisbachwelle bis Sommer in Aussicht / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Neuer Münchner Oberbürgermeister stellt Rückkehr von Eisbachwelle bis Sommer in Aussicht

Der designierte Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hofft auf die Rückkehr der bei Surfern und Touristen in aller Welt berühmten Eisbachwelle am Rand des Englischen Gartens zu Beginn der bayerischen Sommerferien Anfang August. "Das Surfen am Eisbach ist Teil des Münchner Lebensgefühls, die Eisbachwelle ist ein Wahrzeichen der Stadt München", erklärte Krause am Donnerstag. "Ich unterstütze deshalb alle Versuche, damit ein so sicheres Surfen wie möglich am Eisbach stattfinden kann, und hoffe, dass wir bis zu den Sommerferien eine Lösung finden."

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Krause äußerte sich im Zusammenhang mit dem ersten Jahrestag des Unfalls einer 33 Jahre alten Surferin in der Eisbachwelle, die als Folge des Unglücks starb. Eine genaue Unfallursache konnte danach nicht festgestellt werden. Die Stadt erlaubte nach Abschluss der Ermittlungen unter Auflagen das Surfen wieder - nach der sogenannten Bachauskehr, bei der im Oktober das Bachbett des Eisbachs gesäubert wurde, baute sich die Welle aber nicht mehr konstant auf. Seitdem gab es kurzzeitig neue Wellen, die aber nicht durchgängig vorhanden waren.

Krause verwies auf seit einigen Monaten laufende Versuche des Münchner Professors Robert Meier-Staude in Zusammenarbeit mit Surferinnen und Surfern. Ziel sei es, eine Konstruktion zu installieren, die eine dauerhafte Welle erzeugt. Den Angaben zufolge sind die Versuche vielversprechend. Ohne einen solchen Einbau werde sich eine Welle maximal an 30 bis 40 Tagen im Jahr aufbauen, erklärte die Stadt.

Neben diesen Versuchen arbeitet den Angaben zufolge das Münchner Baureferat zusammen mit der Bundeswehruniversität Hamburg und der Universität Innsbruck an Varianten für einen sicheren Einbau, um eine surfbare Welle zu bekommen. Diese noch vom scheidenden Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) beauftragten Arbeiten seien eine "Rückfalloption für den Fall, dass die aktuell stattfindenden Testversuche an der Welle nicht das gewünschte Ergebnis erbringen oder in rechtlicher Hinsicht nicht umsetzbar sind".

Krause erklärte: "Der Tod der Surferin vor einem Jahr hat uns alle erschüttert." Der tragische Unfall habe die rechtliche Situation an der Welle verändert. "Wir sind deshalb als Stadt München rechtlich verpflichtet, die unter den gegebenen Umständen gebotene Verkehrssicherheit an der Welle herzustellen." Die Eisbachwelle galt als weltweit konstanteste, größte und beste Flusswelle mitten in einer Großstadt. Sie ist seit 40 Jahren besurfbar und entwickelte sich zum Touristenmagnet.

C.Carter--PI